Knowing in Performing – Ringvorlesungen 2018/19

Artistic Research an der mdw


Die neue Vorlesungsreihe "Knowing in Performing" an der mdw präsentiert und befragt die transdisziplinären Dynamiken von "Artistic Research" mit einem speziellen Fokus auf Musik und darstellende Kunst.


Semesterprogramm 2018/19


23. Oktober 2018 – Paulo de Assis: Logik des Experimentierens: Musikperformance als künstlerische Forschung neu denken

Die Vorlesungsreihe begann im Oktober 2018 mit dem Pianisten und künstlerisch Forschenden Paulo de Assis, der zurzeit Leiter der Forschungseinheit MusicExperimentX am Orpheus Institut in Gent ist.


13. November 2018 – Barbara Lüneburg: TransCoding – Von Intellektuellenkunst zu partizipativer Kultur

Im November 2018 fand die Musikperformance und Vorlesung der Professorin für Artistic Research an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, Barbara Lüneburg, statt. Die Violonistin und künstlerisch Forschende führte die Musikkomposition "Slices of Life" auf und stellte ihr PEEK-Forschungsprojekt "Transcoding – From 'Highbrow Art' to Participatory Culture" vor.

Hinweis: Dieser Vortrag wurde nicht aufgezeichnet!


15. Jänner 2019 – Johannes Kreidler: Kein Konzept ohne Konzeptualismus: Konzeptmusik als Herausforderung für Hören und Verstehen

Das Wintersemester endete mit einer Lecture-Performance des Pianisten, Konzeptmusikers und künstlerisch Forschenden Johannes Kreidler zur Theorie der Konzeptmusik mit dem Titel "Kein Konzept ohne Konzeptualismus. Konzeptmusik als Herausforderung für Hören und Verstehen".

 

Das Sommersemester startet am 12. März 2019 mit einem Vortrag von Darla M. Crispin, Vizerektorin für Forschung und künstlerische Entwicklung und Direktorin des Arne Nordheim Zentrums für Artistic Research (NordART) an der Norwegischen Musikakademie in Oslo.

Am 9. April 2019 findet die Performance-Lecture "Performing Citizenship. Heterotopien der Forschung zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft" der deutschen Performerin, Philosophin und künstlerisch Forschenden Sibylle Peters statt. 

Schließlich beendet die emeritierte mdw-Professorin, Schauspielerin und Performerin Susanne V. Granzer gemeinsam mit dem an der Universität Wien und an der Universität für angewandte Kunst Wien lehrenden Philosophen und künstlerisch Forschenden Arno Böhler die Ringvorlesung am 14. Mai 2019 mit einer Lecture-Performance zum Thema "Künstlerische Forschung – Kulturelle Differenzen".
 



Über Knowing in Performing


Artistic Research oder künstlerische Forschung hat sich in den letzten drei Jahrzehnten zu einem bedeutenden Player in der Wissensproduktion entwickelt. Sowohl das steigende Interesse der Kunst an epistemologischen Fragen als auch die wissenschaftliche Befragung künstlerischer Praktiken unterstützen und initiieren Forschungsprozesse zur Wissensgenerierung. Kunst wird dabei zugleich als Gegenstand und Medium der Forschung betrachtet. Seit geraumer Zeit bringt sich Kunst in den allgemeinen Diskurs über Wissensregime und Forschungsmodelle ein. Dabei spielt die Integration von verschiedenen non-verbalen Wissensformen – "tacit knowledge", "Embodiment", emotionale Intelligenz sowie prozessorientiertes Handlungswissen und auditives Wissen – bei der transdisziplinären Annäherung von Kunst und Wissenschaft eine zentrale Rolle und dient der Entwicklung neuer Methodologien in beiden Bereichen gleichermaßen.

Die Vorlesungsreihe "Knowing in Performing" untersucht mit einem speziellen Fokus auf die darstellende Kunst dieses dynamische, sich ständig erneuernde Spannungsfeld. Mit einem besonderen Augenmerk auf verschiedene Implementierungsmodelle von künstlerischer Forschung in Curricula und Studienprogrammen an Kunstuniversitäten werden sieben Vortragende an sechs Terminen die internationalen Politiken der Institutionalisierung kritisch analysieren und eine Diskussion über die Möglichkeiten und Bedingungen eröffnen, wie aktuelle Praktiken und Diskurse Eingang in zukünftige Lehr- und Forschungspläne finden können.