Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Eugen Onegin

Inszenierung im Schlosstheater Schönbrunn


Inhalt

Alles beginnt auf dem Land. Man ist der Natur nah, aber man weiß wenig über seine Gefühle – oder gesteht sich über sie kein Wissen ein. Man lebt in den Büchern, die – weit davon entfernt, einem zu helfen – nur für noch größere Verwirrung sorgen. In dieser Geschichte begegnet einem alles, was das Leben so mit sich bringt: Die Sehnsucht, der Mann der Träume, das Rasen der Eifersucht, die Liebe und ihre mehrfache Zurückweisung, ein Konflikt mit tödlichem Ausgang, doch es ist alles ein bisschen wie hinter Glas oder unter Wasser, das wichtigste Tool ist das Innuendo, die Andeutung, deshalb lassen sich die Aktionen der handelnden Personen auf so vielfältige Weise interpretieren.

Die Musik macht da nicht mit! Tschaikowski verschmäht alles Ungefähre – er ist direkt, schockierend unverblümt und immer existentiell verstrickt, es ist, als erzählte er eine völlig andere Geschichte, und das ist das Reizvolle an diesem Stück: Die gegensätzlichen Perspektiven von Handlung und Musik, die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Aktion und Motivation, die diametral entgegengesetzten Konzepte von Raum und Wahrnehmung des Raumes. Eine weite Landschaft, die Klaustrophobie erzeugt, ein beschaulicher und eigentlich langweiliger Tagesablauf, in dem die Emotionen Vollgas geben.

Peter Marschik


Mitwirkende
 

  • Musikalische Leitung: Peter Marschik
  • Regie: Alexander Hauer
  • Bühnenbild: Daniel Sommergruber
  • Kostüme: Julia Klug
  • Maske: Beate Lentsch-Bayerl
  • Musikalische Assistenz: Giuseppe Montesano
  • Choreinstudierung: Roger Díaz
  • Regieassistenz / Abendspielleitung: Barbara Kier
  • Korrepetition: Mennan Bervenniku, Nana Masutani
  • Übertitel: Peter Marschik & Alexander Hauer
  • Kostümassistenz: Julia Trybula
  • Kostümwerkstätte: Kerstin Bennier
  • Kostümhospitanz: Analena Matejschek
  • Garderobe: Mona Plank, Kristina Martin
  • Abendmaske: Pia Urbanek, Ines Svraka
  • Licht: Herbert Lerocha, Erich Kudrna
  • Bühnenmeister: Wolfgang Koppensteiner
  • Bühnenwerkstätten: Nikola Draganovic, Tobias Fortunits, Martin Christ, Maria Reinhardt, Alexander Tallamaßl, Stefan Urban


Besetzung
 

  • Onegin: Stefan Hadžić (22.), Leo Kim (23.)
  • Tatjana: Nataliya Stepanska (22.), Svenja Kallweit (23.)
  • Olga: Taisiya Labetskaya (22.), Aytaj Shikhalizade (23.)
  • Lenski: David Jagodic (22.), Valentin Lundin (23.)
  • Larina: Anna Kargl (22.), Helene Feldbauer (23.)
  • Filipjewna: Patricia Nolz (22.), Ezheni Aleksanian (23.)
  • Triquet: Philipp Meraner (22.), Lorenz Bodner (23.)
  • Saretzki: Younghoon Yoon (22.), Florian Holzgruber (23.)
  • Guillot: Nikita Ivanov
  • Gremin: Florian Köfler (22.), Petro Tkalenko (23.)
  • Kinder: Sebastian Wimmer (22.), Tobias Wimmer (22.), Bruno Zachhuber (23.), Constantin Bauer-Mitterlehner (23.)


Chor
 

  • Sopran: Johanna Wallroth, Marina Margaritta Auer, Mirna Markovic, Tamara Korunek, Tanja Glinsner, Miriam Sori Pfeifer, Therese Troyer
  • Alt: Ana Maric, Yael Danler, Anthea Barac
  • Tenor: Daniel Stefanut-Györfi, Johannes Czernin, Branimir Gogic
  • Bass: Adam Willner, Benjamin Harasko, Nikita Ivanov, Nikita Duboff, Klemen Adamlje


Webern Symphonie Orchester